Mittwoch, 12. Januar 2011

6. Tag; Bequia, Port Elisabeth -> Carriacou, Tyrell Bay


Morgens aufstehen, ab ins Bad zum Zähneputzen und…..kein Wasser. Somit hatte der Funker seine erste Amtshandlung in Angriff zu nehmen die so auf Channel 67 lautete: Waterboat, Waterboat, Waterboat, this is Cajou Vl, we need some water….10 Minuten später war der, in diesem Moment begehrteste Mensch der Welt, bei uns und es hiess Wasser marsch. Bis die 900 Liter Wasser gebunkert sind, braucht es seine Zeit und somit wurde unserem ‚Wassermann‘ mit Kafi,Gipfeli und Schokolade die Zeit überbrückt. Dann hiess es Segel setzen mit Tagesziel Carriacou, Tyrell Bay, mit Zwischenstopp in Hillsborough (wie könnte es anders sein, der Zoll & die Immigration natürlich). Während dem ‚Zollstopp‘ gab es selbstgemachten Flammkuchen von Maggy (dieUeberlebenszeit der elsässischen Spezialtät hielt sich ausgesprochen kurz).
Petri Heil in den Gewässern vor Union Island

Der Segeltrip von Bequia nach Carriacou stand ganz im Zeichen von Petri Heil. Unser Charly holte doch glatt 2 stolze Thunfische aus dem Meer. Da die Grösse der beiden Fische schlichtweg das Magenvolumen von sieben Personen überstieg, wurde ein Tuna dem ersten Boatboy in der Tyrell Bay verschenkt. Der Andere musste als unser Abenddinner herhalten. Nun denn, Speck mit Bohnen und Bratkartoffeln zu einem Fisch, den es frischer nicht mehr geben kann, besser geht’s nicht….


Startzeit: 12.01.11 08:58
Endzeit: 12.01.11 17:04
Informationen zum aktiven Track:
Distanz: 41.9 NM
Gesamtdauer: 8h 05'
Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.2 kts
Höchstgeschwindigkeit: 11.7
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Dienstag, 11. Januar 2011

5. Tag; Saint Vincent, Wallilabou -> Bequia, Admiralty Bay

Auf zum Landgang in Port Elisabeth
An nächsten Vormittag hiess es Segel setzen und ab nach Bequia, der Walfängerinsel. Dort angekommen wurde unsere ‚Cajou‘ für den obligaten Ankerdrink zuerst einmal in ein Beduinenzelt umfunktioniert. Unsere Bettlaken mussten als Sonnenschutz herhalten. 







Die berühmte "the Whaleboner Bar"
Danach ging es ab an Land, wo unser Co-Skipper einmal mehr seine Pflicht zu erfüllen hatte – Zollformalitäten. Was genau auf Bequia beim Zoll abgegangen ist, ist uns heute noch nicht ganz klar, sicher aber ist, dass der Bostic-Verbrauch auf Bequia kurzfristig massiv angestiegen ist. Die weiteren Details dazu lassen wir hier aus, es würde den Rahmen sprengen. Nur soviel, es lebe die Bürokratie. Dann war es auch schon bald Zeit für das Abendessen. Apèro in der Wahlbone-Bar und danach ein gediegenes Essen beim bekannten ‚Frangipani‘, wo unser Skipper Charly vor vielen Jahren Ernst Hemingway einmal begegnete.


Startzeit: 11.01.11 10:33
Endzeit: 11.01.11 13:00
Informationen zum aktiven Track:
Distanz: 16.2 NM
Gesamtdauer: 2h 27'
Durchschnittsgeschwindigkeit: 6.6 kts
Höchstgeschwindigkeit: 9.7 kts

Montag, 10. Januar 2011

4. Tag; Saint Lucia; Soufriere -> Saint Vincent, Wallilabou

Was ist der Unterschied zwischen Karibik und Bodensee? Ein Punkt ist sicher, dass die Heckleine an der Palme gelöst wird und nicht an einer Dalbe. Vor dem Start ein kurzer Schwumm an Land, weg mit dem Tau und zurück zum Schiff. Da wäre das Thema Morgensport auch durch.

Mit guten 5 Windstärken und 5 Seegang  -Spitzengeschwindigkeit waren 11,7  Knoten - steuerten wir unser nächstes Ziel an: Wallilabou auf St. Vincent. 
Hier wurden im Film 'Pirates of Caribbean' die Piraten gehängt. 
Ein Highlight für Skipper Charly war sicher, dort seinen alten Freund Donald wieder zu treffen.  Eine etwas böse Überraschung erwartete dann den Co-Skipper beim Einklarieren. Der Zollbeamte meinte doch, dass 150 Dollar zu entrichten seien, da unsere Charterfirma die ‚Saisonkarte‘ noch nicht gelöst hätte…Pirates of Caribbean oder wie war das nochmal? Abends ging es in ein kleines Restaurant, dass direkt am Wasser liegt. Beim Essen wurde der Creolisch bevorzugt mit einem Planters vorweg. 
Cajou VI in Wallilabou




So und nun kommt’s. Unser Dinghi-Skipper Jürg wollte es doch ganz genau wissen, wie verhält es sich eigentlich mit der Knautschzone eines Dinghi’s? Einige sahen auch schon die Blick-Schlagzeile im geistigen Auge vor sich: ‚J. K. (61)aus A. rammt mit vollbesetztem Gummiboot eine der wenigen  Dalben in der Karibik‘. Was war geschehen? Auf der Rückfahrt zum Schiff sah Maggy eine Dalbe auf Kollisionskurs und teilt mit, dass sich da vorne ein ,Pfahl‘ befindet. Dies konnte Maggy immerhin noch zwei bis drei Mal wiederholen bevor unser Dinghi auf Tuchfühlung ging. Tja, war vielleicht der letzte Planters Mitschuld an dem kleinen Missgeschick? Aber wie  Polo National schon sang: ‚Einä nämermo  no‘. 

4. Tag; S.Y. Cajou VI in Soufriere

S.Y. Cajou VI in Soufriere
In Soufriere auf Saint Lucia liegt unser Catamaran direkt am "Fussballplatz" der hiesigen Dorfjugend. In der Match-Pause stärkten sich die jungen Sportler wohl mit unseren Bananen aus der Marigot Bay.
Jedenfalls nach unserem Ausflug zum Vulkan fehlten die reifsten Früchte - aber schliesslich verkaufen die Boat-Boys ja wieder frische Bananen - zu ganz speziellen Konditionen.

Dessert Piton-Swiss
Die Beiden Pitons sind das Wahrzeichen von Saint Lucia. Die Köche der Cajou VI liessen sich dadurch zu einer ganz speziellen Dessert-Kreation inspirieren. Toblerone anstelle der Pitons - einfach Lecker - Piton-Swiss-Banana-Flambé à la Jürg und Karl.

Die echten Pitons auf Saint Lucia



Sonntag, 9. Januar 2011

3. Tag; Sainte Lucia, Marigot Bay -> Saint Lucia, Soufriere

Nach dem Frühstück machte sich die Crew auf eine kleine Erkundungstour in der Marigot Bay. Kaum an Land gab es den ersten Regen. Auf jeden Fall war es dann nicht mehr möglich, trocken auf die ‚Cajou‘ zurückzukehren. Mit Badehose und Shampoo ausgerüstet wäre man besser beraten gewesen und hätte sich die Morgendusche sparen können… Dann hiess es Anker auf mit Ziel Soufrière, ebenfalls  St. Lucia. Obschon wir unterdessen dem Regen erfolgreich ausweichen konnten, ging es dann mit Engelstropfen weiter. Wie könnte es anders sein, natürlich während dem ) Ankermanöver. Schnell den Anker runter und ab mit der Heckleine zum erst besten Boat Boy, der sein Geld mit dem Festmachen den Taus  verdient.
Schlammschlacht auf Saint Vincent





Da wir zeitlich gut dran waren entschieden wir uns für eine kleine Tour auf der Insel. Zuerst ging es zu einem noch aktiven Vulkan. Dessen ‚Ablauf‘ (heisses Wasser mit grauem Schlamm) soll einen um Jahre jünger machen. Demnach schmierten sich einige von uns damit ein. An dieser Stelle werden keine Namen genannt. Aber ganz unter uns: Es sehen noch alle gleich aus, ausser Co-Skipper Charly, er war danach einen Teil seiner Sonnenallergie los. Das ist doch was. Danach schauten wir uns noch einen kleinen Wasserfall unterhalb des nördlicheren gelegenen Piton’s an. Auf der Rückfahrt zum Schiff gab es dann noch einen kurzen Boxenstop in einem Restaurant und abends wurde dann der Schiffsgrill eingeweiht. 

Startzeit: 09.01.11 11:11
Endzeit: 09.01.11 13:05
Informationen zum aktiven Track:
Distanz: 9.5 NM
Gesamtdauer: 1h 53'
Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.0 kts
Höchstgeschwindigkeit: 7.8 kts
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Samstag, 8. Januar 2011

2. Tag; Martinique, Grand Anse d'Arlet -> Saint Lucia, Marigot Bay

Gegen 1000 Uhr morgens hiess es Anker auf. Und schon hatten wir den ersten Fang.  Am Anker hing ein alter Fischkorb. Schade nur, dass er leer war. Danach erwarteten uns  5 Stunden Rauschefahrt in südliche Richtung mit rund 8 Knoten Geschwindigkeit. Wie schnell wären wir wohl gewesen, wenn die – teils etwas lästigen – Wellen nicht gewesen wären? Gegen 1500 Uhr liefen wir in die berühmte ‚Marigot Bay‘ auf Saint Lucia ein. Dieser Ort diente als Filmkulisse beim Orginal von ‚Dr. Doolittle‘. Mit dem Einlaufen auf Saint Lucia hatten wir somit auch den ersten Länderwechsel  zu verzeichnen, sprich Einklarieren und von nun an Easy Dollar anstatt Euro. Erstes brauchten wir auch schon kurz nach dem  Festmachen. Schon kamen die Händler auf ihren Surfbrettern um Früchte und Schmuck zu verkaufen. Eine Stunde später hing der erste Bananenstrunk an der Reling. 


Startzeit: 08.01.11 10:06
Endzeit: 08.01.11 14:59
Informationen zum aktiven Track:
Distanz: 33.4 NM
Gesamtdauer: 4 h 53'
Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.7 kts
Höchstgeschwindigkeit: 9.7 kts
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Freitag, 7. Januar 2011

1. Tag; Martinique, Le Marin -> Martinique, Grand Anse d'Arlet

Heute hiess es Einkaufen,  Schiffsabnahme, Zollformalitäten  und, sofern zeitlich noch möglich, ablegen. 
Dieses Ziel wurde dann auch erreicht (was gar nicht so einfach ist, wenn man 3 Geschäfte suchen und durchstöbern muss bis der Reiseproviant organisiert ist). Gegen 1400 Uhr hiess es Leinen los und damit endgültige Ferienstimmung. Den ersten Fallanker gab es in der Bucht von  `Grand Anse d‘Arlet‘ auf Marinique. Und dann endlich – ab ins Wasser ! Kurzum: Rund 36 Stunden nach Reisebeginn tauschten wir unser Umfeld - vom Salz auf den Strassen gegen Salz im Wasser – letzteres kommt doch definitiv besser an……Zum Abendbrot ging es an die kleine Strandpromenade von `Grand Anse d’Arlet. Kurzerhand wurde entschlossen es sich an einem Tisch direkt im Sand gemütlich zu machen. Logischerweise keimten dann Gedanken an die verhassten Sandflöhe auf. Aber nein, diese blieben aus. Stattdessen dachte Michi, dass es doch eine Blick wert wäre um nachzusehen, was da am Fuss kitzelt. Eine Krabbe hatte sich aus ihrer Sandhöhle herausgearbeitet und hatte dummerweise einen Menschenfuss vor dem Ausgang.  Klare Ansage des kleinen Krabbeltieres: Geh mir aus dem Weg, Du stehst mir vor dem Loch. 

Luft 29 / Wasser 27 Grand, Wind - besser geht nicht!
Startzeit: 07.01.11 13:46
Endzeit: 07.01.11 16:28
Informationen zum aktiven Track:
Distanz: 16.6 NM
Gesamtdauer: 2h 42'
Durchschnittsgeschwindigkeit: 6.1 kts
Höchstgeschwindigkeit: 7.8 kts
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Donnerstag, 6. Januar 2011

Gut gestartet...

...trotz Eisregen und Glatteis auf den Strassen sind pünktlich in Basel gestartet und rund 10 Stunden später in Martinique angekommen. 
"Yippiee" - Hier ist das Salz im Meer nicht auf der Strasse.
Winterkleider weg - Shorts und T-Shirt an.

Montag, 29. November 2010

Crew-Sitzung bei Minus-Temparaturen

Die Törnvorbereitungen laufen nach Plan.
Trotzdem - ab und zu sind halt Crew-Sitzungen notwendig. Wie es sich für Bodensee- und angehende Karibik-Böötler gehört, nicht aber einfach so Zuhause in der warmen Stube.
Frei nach dem Motto - ab auf die Insel - ging es über das Wochenende mit der M.Y. "Sarah Hannah" über den See, an den Weihnachtsmarkt in Lindau.

Caipirinha heiß - nicht auf Eis, "Heisse Seelen" anstelle von Shrimps-Salat. Lindau ist zwar nicht Karibik (was auch gut so ist) - aber eben - Hauptsache Insel!







Schön war er - unser Weihnachtsausflug nach Bayern. Der Bodensee ist so schön wie die Karibik - nur eben ein paar Grad "cooler".

Freitag, 19. November 2010

Die "Salt-Whistle-Bay-Wette"

Im ASC-Stammlokal Krone in Altnau hängt ein Aquarell.  Es sieht aus als wäre es auf der Insel Mayreau gemalt worden. Nun stellt sich die Frage;
- am Morgen oder am Abend? 
Egal - wir müssen hin und uns selber überzeugen - dann werden wir ja sehen!

Die Crew (und die Bordkasse) wird sich so oder so freuen. Der Sundowner an der Salt Whistle Bay Bar ist offeriert. Entweder bezahlt der Skipper oder eben - die eher unwahrscheinlichere Variante - der Co-Skipper die obligaten Planters-Punch.

Die Frage geht an alle Kenner der Salt Whistle Bay; Abendrot oder Morgenrot - Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
Was meint ihr?
                                                                  Irgendwann im Januar wissen wir mehr.

(Für Antworten kann unten der Kommentar benutzt werden)